Siebdrucktechnik

Das Foto zeigt eine von vielen Möglichkeiten wie Ihr mit Siebdrucken eine Keramik gestalten könnt.

 

Die Siebdrucke selber sind in unserem Fall nicht in einen Rahmen eingespannt, sondern sehen eigentlich wie dünne Schablonen aus. Nur mit dem Unterschied, dass zwischen den feinen Einzelheiten, wie bei der Libelle, kein Leerraum ist, wie bei einer Schablone, sondern ein ganz feines Sieb / Netz. Deshalb spricht man auch von Siebdrucken.

 

Auf der Schale könnt ihr wunderbar den Unterschied zwischen Schablone und Siebdruck sehen. Die Unterwasserpflanze wurde mit einer Schablone aufgebracht und wie schon gesagt, die Libelle durch ein Siebdruck. Beim Siebdruck sind die Einzelheiten viel Feiner und verwischen nicht.

 

Um die Feinheiten beim Aufdrucken erhalten zu können, wird die Keramik"Farbe" / Glasur vor dem Druckverfahren mit einem bestimmten Mittel angedickt. Ich vermute, dass dieses Mittel aus Irish Moss (Carrageen)--> eine Rotalge, besteht. Da unsere Glasuren auf Wasserbasis hergestellt sind und die Rotalge anfängt zu gelieren, wenn Sie mit Wasser in Verbindung gebracht wird. Achtung wenn Ihr mit Rotalge arbeitet, Sie geliert wie ein Weltmeister. Etwas zuviel eingestreut und Ihr habt ein Farb / Glasursteinchen, anstatt nur eine eingedickte Glasur. Rein Theoretisch könnte man wahrscheinlich auch Sofortgelantine oder Agaragar zum eindicken benutzen.

 

Den optimalen Eindickungsgrad müsst Ihr selber ein wenig ausprobieren. Wir dicken so weit ein, dass die Glasur wie Quark aussieht und gerne noch ein wenig Dicker.

 

Nun ist es wahrlich einfach, den Siebdruck auf die Rohkeramik legen, dort wo Ihr das Mativ haben möchtet und gut Festhalten. Er darf nicht verrutschen beim Glasurauftrag! Etwas Farbe mit dem Zeigefinger aufnehmen und leicht über den Siebdruck streichen...dabei immer noch den Siebdruck gut Festhalten. Wenn ihr das komplette Motiv mit der Glasur eingestrichen habt, den Siebdruck langsam abheben und Fertig ist Euer Kunstwerk.

 

Hier noch ein paar Beispiele:

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